Marketing Leitfaden für Kleinunternehmen

Marketing Leitfaden für Kleinunternehmen

Falls du kurz vor der Gründung deines eigenen Unternehmens stehst oder bereits dein Kleinunternehmen gegründet hast, möchten wir dir eine kleine Hilfestellung im Bereich Marketing geben, denn ohne Marketing kommt kein Unternehmen aus. Jedes Unternehmen hat das Ziel, seine Produkte/Dienstleistungen bestmöglich vorzustellen und zu verkaufen. Viele Kleinunternehmer sind jedoch der Ansicht, dass gutes Marketing extrem teuer ist oder das Marketing mit Werbung gleichzusetzten ist und genau diese Punkte zählen wohl zu den bekanntesten Denkfehlern.

Heutzutage haben sich im digitalen Zeitalter die Spielregeln geändert. Mit den digitalen Möglichkeiten löste sich das Marketing von teuren Plattformen wie Printmedien und Fernsehen. Stattdessen explodieren die Kanäle, bei denen sich Reichweite nicht nur kaufen, sondern auch verdienen lässt:
– 51% der Handy-Benutzer sind bei einer mobilen Suchanfrage schon auf ein bis zu dem Tag unbekanntes Produkt oder Unternehmen gestoßen.
– Organische Suchmaschinenoptimierung ist ca. 5,7-Mal effektiver als bezahlte Werbeanzeigen.
– Content-Marketing generiert 3-Mal so viele Leads wie andere Marketingmaßnahmen und ist dabei um ca. 62% günstiger.

Mit einer überschaubaren finanziellen Investition lässt sich im modernen Marketing ein riesiger Mehrwert für Unternehmen generieren. Wenn man sich die Definition von Marketing etwas näher ansieht wird deutlich, dass es viel mehr als reine Werbung ist.

Der Marketingprozess: Von den Zielen bis zur Umsetzung:
Bei einem derart komplexen Zuständigkeitsbereich stellt sich die Frage, wie Unternehmen ihr Marketing sinnvoll und methodisch umsetzen können. Dabei sollten folgende Aspekte im Mittelpunkt stehen:
– Orientierung an klar definierten Zielen
– sorgfältig geplante Umsetzung eben dieser Ziele
– Effizienz-Überprüfung

1) Ziele definieren:
Auch im Marketing gilt, dass man sich zunächst ein Ziel festlegen muss, bevor ein Weg beschritten werden kann. Um dann eine Strategie und folglich Maßnahmen daraus ableiten zu können, musst du zuerst wissen, was dein Unternehmen erreichen will. Dabei lassen sich qualitative und quantitative Ziele unterscheiden.

Den Ausgangspunkt bilden meist die qualitativen Ziele, die sich noch nicht mit konkreten ökonomischen Messgrößen befassen: „Den Kundenservice stärken“ oder „Das Markenimage verbessern.“ sind zwei mögliche Beispiele.

Im nächsten Schritt werden dann quantitative Ziele abgeleitet, die dem SMART-Prinzip entsprechen. Das bedeutet, dass sie spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert formuliert werden müssen. Beispielziele sind: „30% mehr Facebook-Likes im nächsten Quartal.“ oder „Steigerung der Conversion Rate um 20% bis 2021.“ würden diesen Anspruch gerecht werden.

Diese Ziele können produktbezogen sein, oder ebenso auf das Unternehmen in seiner Ganzheit beziehen. An dieser Stelle kommt dann die Unternehmenskommunikation ins Spiel, die beispielsweise auf eine stärkere Arbeitgebermarke oder ein positiveres Unternehmensimage hinarbeiten können.

2) Strategie festlegen:
Wenn die Ziele feststehen kannst du vor diesem Hintergrund nun eine Marketingstrategie entwickeln. Hierbei geht es darum, wie du die gesteckten Ziele bestmöglich erreichen kannst.

Der Unique Selling Proposition legt fest, was dein Produkt (oder dich als Unternehmer) von den Mitbewerbern abhebt.
– Welchen Mehrwert bietest du den Kunden?
– Welche Funktion hat nur dein Produkt?
– Wieso ist der Kauf bei dir bequemer?
Die Antworten auf diese Fragen sollten den Mittelpunkt aller konkreten Marketingmaßnahmen bilden.
Am Ende der Strategiephase sollte im Idealfall ein ausgereiftes Marketingkonzept stehen.

3) Konkrete Marketingmaßnamen umsetzen:
Nachdem der strategische Hintergrund nun festgelegt ist, geht es an die operative Umsetzung. Die Möglichkeiten hierfür sind zahlreich. Du kannst sowohl Instrumente des „Paid Advertising“ nutzen (z.B. SEA, Bannerwerbung, Facebook Ads) oder auf das Pull-Prinzip zurückgreifen und dich auf „Earned Media“ konzentrieren. Der Fokus hierbei liegt auf Content-Marketing, also Inhalt mit Mehrwert anzureichern, welchen Nutzer aktiv suchen und teilen.

4) Performance messen:
Mit der Umsetzung der Maßnahmen ist der Prozess allerdings noch nicht beendet. Nun stellt sich eine Frage: Konnten die Zielvorgaben erreicht werden? An dieser Stelle werden im Rahmen des Marketing-Controlling Kennzahlen betrachtet, die eine Antwort auf diese Frage liefern. Diese könnten beispielsweise folgende sein:
– Klick- und Konversionsraten
– Traffic auf der Webseite oder dem Blog
– Interaktionen in sozialen Netzwerken
– Verweildauer
– Suchmaschinen Ranking
– Download Zahlen
Wurden die festgelegten Ziele erreicht, hast du augenscheinlich alles richtig gemacht.

Konnten die Anforderungen allerdings nicht ganz erfüllt werden, sollte genauer hingeschaut werden:
– Wo liegen die Schwachstellen?
– An welchem Punkt steigen Nutzer aus?
– Welches Instrument gilt es, zu optimieren?
Auf dieser Basis kannst du den Marketing-Mix oder einzelne Maßnahmen so anpassen, dass deine Erfolgschancen steigen.

Du solltest dich stets mit dem Bereich Marketing auseinandersetzten, denn ohne dieses läuft in deinem Business wortwörtlich nichts. Erarbeite dir ein professionelles Marketingkonzept, bestenfalls mit Hilfe von Experten, denn dieses wird sich in der Zukunft auszahlen. Sei dir bewusst, dass dies eine Investition darstellt, welche dich und dein Unternehmen nach vorne bringen wird. Anders als viele Menschen denken, gibt es eine geraume Anzahl von Marketing Maßnahmen, welche mit einem überschaubaren Budget realisierbar sind.

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